Welches Auto ist das beste für junge Fahranfänger? Das kann natürlich nicht pauschal beantwortet werden, aber diese Tipps helfen euch bei der Wahl des perfekten Anfänger-Autos:

Sicherheit fährt vor

Junge Autofahrer zwischen 17 und 25 Jahren haben ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko. Zunächst ein mal gilt: Absolute Konzentration im Straßenverkehr!

Wer sich beim Fahren ablenken lässt, hat keinen Blick für die Straße. Das Texten von Nachrichten auf dem Handy etwa oder gar ein Selfie am Steuer sowie das Einstellen des Radios oder Navigationsgeräts enden schnell in einem Unfall. Allzu angeregte Unterhaltungen oder ein Streit mit dem Partner gehören ebenfalls nicht ins Auto.

Dennoch: Moderne Sicherheitstechnik hilft, dieses Risiko zu minimieren.

Airbag, EPS, und ESP – Die Sicherheitsausstattung beachten

Kaum ein Führerscheinneuling wird sich einen Neuwagen auf dem neuesten Stand der Technik vor die Tür stellen. Doch wer sparen will, sollte nicht bei der Sicherheit anfangen. An Bord sollten sein: Airbag für Fahrer und Beifahrer, EPS und ABS.

Ein Airbag (zu Deutsch: Prallkissen bzw. Luftsack) ersetzt nicht den Sicherheitsgurt, schützt die Insassen jedoch innerhalb von 20 bis 30 Millisekunden vor dem Aufprall auf Lenkrad oder Armaturenbrett bzw. Kopf- und Seitenairbags sogar auf Seitenkollisionen.

Kopf- und Seitenairbags

Aufgabe des ABS auch „Automatischer Blockierverhinderer“ (ABV) genannt – ist es, das dauerhafte Blockieren der Räder zu verhindern und den Bremsvorgang zu stabilisieren. Das Antiblockiersystem (ABS) ist seit 1. Juli 2004 bei Fahrzeugen unter 2,5 Tonnen sogar vorgeschrieben.

Auch für EPS (Elektrik Power Steering) – die elektronische Servolenkung – gibt es seit 2011 eine Einbaupflicht. ESP (Elektronisches Stabilisierungsprogramm) ist erst Ende 2014 verpflichtend und daher in älteren Gebrauchtwagen noch nicht so oft zu finden.

Welche Fahrzeugklassen sind geeignet?

Für Fahranfänger eignen sich in erster Linie Fahrzeuge der Kleinwagen- (z. B. Opel Corsa) oder die untere Mittelklasse (z. B. Škoda Octavia). Vorteil: Sie sind übersichtlich und dadurch leicht im Verkehr einzuschätzen und zudem günstiger als Autos höherer Segmente.

Wer von Anfang an Wert darauf legt sich etwas vom Mainstream abzusetzen, der könnte auch mit günstigen und zuverlässigen Roadstern (z. B. Mazda MX-5, Typ NA) glücklich werden.

Mazda MX-5 NA

Welche Motorgröße ist sinnvoll?

Ein solider Basismotor ist sinnvoll. Es muss aber nicht gerade die schwächste Variante sein. Denn fehlende Kraftreserven beim Überholen stellen auch ein Sicherheitsrisiko dar. Mehr als 100 PS müssen es nicht sein für einen Kleinwagen bzw. die untere Mittelklasse.

Besser Diesel oder Benziner?

Unter 10 000 Kilometer pro Jahr ist ein Benziner meist günstiger und auch etwas einfacher zu fahren. Ab 15 000 Kilometer pro Jahr sollte man ernsthaft über einen Diesel nachdenken.

Automatik oder Schaltung?

Ein einfaches Schaltgetriebe reicht aus. Es fördert das Erlernen eines guten Umgangs mit der Kupplung, was in Deutschland durchaus wichtig ist, denn hier sind noch sehr viele Autos mit Schaltgetriebe unterwegs. Wenn man schalten und kuppeln verinnerlicht hat, kann man über ein Automatik-Getriebe nachdenken.

Kaufpreis, Unterhalt und KfZ-Versicherung

Wenn ein Wagen weniger als 4000 Euro kostet, sind die Gründe meistens ein hohes Alter oder Mängel. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Eine Gebrauchtwagenntersuchung etwa bei der DEKRA oder beim ADAC kann hier sinnvoll sein. Wer ca. 5.000 Euro ausgeben kann, ist mit Opel Astra, VW Golf 5 oder Ford Focus mit dem jeweiligen Basismotor gut bedient.

Wer gut mit etwas weniger Platzangebot auskommt, ist mit den kleineren Kameraden (Corsa, Polo und Fiesta) in der Regel ebenfalls gut beraten, denn auch im Unterhalt sind diese Fahrzeuge vergleichsweise günstig. Die Preisdifferenzen bei den Unterhaltskosten (Kosten der KfZ-Versicherung, KfZ-Steuer, Spritkosten, Umweltplakette etc.) sind in diesem Segment relativ gering.

Unser Tipp: Fahrsicherheitstraining mit dem eigenem Auto

Verschiedene Brems- und Ausweichmanöver  (bei Nässe), das Über- und Untersteuern: Der richtige Umgang mit solchen Gefahrensituationen will gelernt sein und kann in Fahrschulen nicht ausreichend vermittelt werden.

Gerade zum Beginn empfiehlt sich die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining mit dem eigenen Auto. Hier lernt man das Fahrzeug in gefährlichen Situationen kennen.

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