Steve McQueen (u. a. „Papillon“ und „Gesprengte Ketten“) hatte nicht nur bei Anzügen einen sehr exklusiven Geschmack. In „Bullit“ jagt er einen Mustang über die Straßen von San Francisco – legendäre Filmszenen.

Auch privat musste es sportlich bleiben: Porsche 911, Porsche 911 Turbo und Ferrari 275 GTB.

Die „Notlüge“ im Jaguar

Mit einem Jaguar XK SS – einer der ersten Supersportwagen – verbindet ihn eine ganz besondere Geschichte: 1962 fährt er mit seiner Frau auf dem Highway als sie von einem Police Officer der Highway Patrol wegen überhöhter Geschwindigkeit angehalten werden – bei weitem nicht zum ersten Mal. Seine Frau Neile ist gerade im sechsten Monat schwanger und so kommt es, wie es kommen muss: Als Entschuldigung für sein Rasen gibt er an, dass seine Frau in den Wehen sei und dringend ins Krankenhaus müsse.

Jaguar XK SS von Steve McQueen
Steve McQueen mit seiner Frau Neile und Jaguar XK SS

Der Police Officer springt sofort in seinen Wagen und geleitet die Beiden unter Sirene zum nächsten Hospital. Der Krankenschwester sagen sie – nachdem der Polizist weitergefahren ist – dass es wohl ein Fehlalarm war. McQueen sagte später zu dem Vorfall:

„Neile was pissed! She didn’t speak to me for the rest of the day. But, by God, it worked. I didn’t get the ticket!“

Steve McQueen im Jaguar XK SS
Hochleistungs-Sportwagen mit 3442 cm³-Sechszylinder, 236 PS und 250 km/h Höchsgeschwindigkeit

Die Wiedergeburt des ersten Supersportwagens

Der als erster Supersportwagen der Autogeschichte geltende XK SS wurde ursprünglich als Straßenversion des Le-Mans-Siegers D-Type konzipiert. Im Stammwerk Browns Lane sollten 1957 genau 25 Exemplare entstehen. Doch Jaguar musste die Produktion nach einem Feuer nach nur 16 Exemplaren komplett einstellen.

Nun hat Jaguar sich alter Zeit besinnt und im Petersen Museum von Los Angeles einen nach 60 Jahren neu gebauten XK SS in der Farbe Sherwood Green vorgestellt. Mit den identischen Spezifikationen des Originals und fortlaufenden Chassisnummern werden die neun „fehlenden“ XK SS im nächsten Jahr handgefertigt.

Man sollte sich jedoch nicht allzu große Hoffnungen machen: Für rund eine Million Pfund (ca. 1,17 Millionen Euro) gehen die exklusiven Jaguar an bereits feststehende Kunden und Sammler. Würde Steve McQueen „King of Cool“ noch leben – er würde wohl ganz oben auf der Liste stehen.

Jaguar hat eigens einen Film zum Comeback produzieren lassen:

 

Bild- und Textquellen:

Steve McQueen mit Neile im Jaguar: http://cdn.silodrome.com/wp-content/uploads/2011/05/steve-mcqueen-neile1.png

Steve McQueen alleine im Jaguar: http://abload.de/image.php?img=stevemcqueenjaguarxksimux5.jpg

2 KOMMENTARE

    • Hallo Markus,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Das stimmt, die Stingray hat ähnliche Elemente. Und sie ist auf jeden Fall auch ein verdammt cooles Auto.

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